Therapie bei Fettstoffwechselstörungen

Der durchschnittliche Fettverzehr von Erwachsenen liegt bei ca 150 g/Tag ( = 40 % der Gesamtenergie ) und ist vorwiegend tierischer Herkunft.

Das wünschenswerte Verhältnis sollte aber ganz anders sein:

Maximal 30 % der Gesamtenergie sollte aus der Nahrung resultieren und vorwiegend  pflanzlichen Ursprungs sein. Dabei wäre ein Verhältnis von gesättigte, 1-fach ungesättigte und mehrfach ungesättigte FS

                                     = 1 : 1 : 1        anzustreben.

Die physiologischen Wirkungen der Fettsäuren, vor allem der mehrfach ungesättigten, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  1. Strukturkomponente aller Zellmembranen, Aufrechterhaltung der Funktion und Fluidität (Beweglichkeit) der Zellmembran

  2. Wichtige immunregulatorische Rolle (z.B. bei Entzündungen), therapeutischer Einsatz bei Autoimmun- bzw. anderer chronischer Erkrankungen (Rheuma, chron. entzündliche Darmerkrankungen, Tumore).

  3. Beeinflussung des Fettstoffwechsels (Cholesterin, Triglyceride).

  4. Einfluss auf zentralnervöse und sensorische Funktionen sowie auf Verhalten und Psyche.

  5. In der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren für die Entwicklung von Nervensystem und Gehirn erforderlich.

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